Über Ostern an der Ostsee

  Nachdem das Gute ja so nah liegt, haben wir es nach langer Zeit in Hamburg jetzt endlich an die Ostsee geschafft. Gut, zugegeben, die Ostsee, die nicht um die Ecke liegt -Timmendorf oder Travemünde- sondern etwas weiter oben. Um dem Osterverkehr zu entgehen, haben wir uns am Gründonnerstag gegen 17.30 auf den Weg gemacht; es war allerdings schon ganz schön voll, aber unsere erste Etappe – Graal-Müritz haben wir um 19.45 erreicht. Wir fuhren durch den Sonnenuntergang, und genossen bei ein paar handgemachten Butterbroten die Fahrt. Wir hatten ein Hotel direkt am Meer, was natürlich immer toll ist, vor allem das Frühstück mit Blick auf die wild brausende See war beeindruckend. Es war herrlicher Sonnenschein, aber starker Wind und einfach eiskalt. Das hat uns aber nicht gehindert, noch weiter auf´s  Wasser zu laufen. Den ersten Pier hatten wir!

Die weitere Etappe war Zingst. Hier gibt es tatsächlich am Pier eine Tauchkabine, die aussieht wie ein überdimensionierter Wärmepilz. Was es da unter Wasser zu sehen gibt, das würde ich gerne wissen. Aber für den einen oder anderen schien es schon eine Attraktion zu sein, denn es waren Menschen drin…

An Rügen vorbei – das hoben wir uns für den Rückweg auf – landeten wir schließlich auf Usedom. Die Insel ist in drei Seebäder geteilt: Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck und schließlich das Ende von Usedom, die polnische Seite, Swinemünde. Das sollte dann auch unser Quartier für die nächsten zwei Tage sein.

Am nächsten Tag lud uns der trittfeste Sand und die strahlende Sonne zu einer größeren Wanderung ein: wir marschierten zur Mühle, dem Wahrzeichen von Swinemünde – hier sind doch tatsächlich ein paar Schwäne unter den Möwen – , nach Heringsdorf und wieder zurück nach Ahlbeck, wo es dann auch noch ein großes Osterfeuer gab. Den grandiosen Vollmond konnten wir dann leider nur noch vom Bett aus betrachten. In Swinemünde steht übrigens auch der größte Leuchtturm der Nordsee und die Engelsburg, die dann als Anregung für die große Engelsburg in Rom genommen wurde.

Am Ostersonntag dann ging es noch nach Rügen. Die Sache mit dem Kreidefelsen ist ja auch nicht so einfach: erstmal muss man sich bis Sassnitz durchschlagen, um in den Naturpark zu kommen. Hat man einen Parkplatz ergattert, geht die Wanderung los. Erst durch die Ortschaft -mit ziemlicher Steigung- und dann am Ufer entlang über abgerissene Bäume und Wurzelwerk über die dicken Steine bis wir endlich um die Ecke biegen konnten, um die weißen Felsen zu sehen. Wir haben den Anblick sehr genossen. Jetzt ging´s noch weiter nach Binz. Sehr gepflegte Strande, Promenaden, Cafés , Strandkörbe  und Strandbuden mit chilliger Musik. Hier gab es noch ein Bier und einen ganz wunderbaren Hugo und dann machten wir uns lieber auf den Heimweg. Wir hatten in diesen dreieinhalb Tagen wahnsinnig viel gesehen, umwerfende Eindrücke gesammelt und werden hier sicher noch einmal herkommen. Vielleicht, wenn man keine Daunen braucht?

 

 

   

   

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *